Was ist WAP?
WAP (Wireless Application Protocol) ist eine neue Technik, um mit dem Handy im Internet zu surfen. Ob Fahrplaninfos, Veranstaltungstermine, Staus, Aktienkurse oder Preisinformationen zu einem Produkt, alles läßt sich inzwischen per WAP-Handy im Internet abfragen.
Bedauerlicherweise, kann man leider mit einem WAP-Handy nicht richtig im Internet surfen, sondern lediglich auf speziellen WAP-Seiten. Diese WAP-Seiten werden mit Hilfe der Programmiersprache WML (Wireless Markup Language) programmiert. WML lässt sich einigermaßen mit HTML (Hypertext Markup Language) vergleichen. Im Gegensatz dazu, ist WML allerdings eine extrem abgespeckte Sprache, da Sie nicht einmal Bilder darstellen kann.
Um WAP zu nutzen, benötigt man ein WAP-Handy, wie z.B. dem Nokia 7110, Siemens S35i oder Motorola P7389. Sehr angenehm dabei ist ein entsprechend großes Display, da die WAP-Seiten aufgrund der niedrigen Übertragungsraten oft extrem gestaucht und unübersichtlich sind. Damit wären wir auch schon beim nächsten "Knackpunkt" von WAP: der Geschwindigkeit. Momentaner Geschwindigkeitsstandard ist 9,6 kbps - zum Vergleich: eine heutige Verbindung per Analogmodem ist mit 56 kbps mehr als 5 mal und per ISDN 6 mal so schnell. Das heißt für den "WAP-Surfer", daß er mit einer Geschwindigkeit surft, die selbst vor 5 Jahren schon längst überholt war.
Zwar gibt es schon Techniken mit denen man schneller surfen kann, beispielsweise HSCSD (High Speed Circuit Switched Data) oder GPRS (General Packet Radio Service). HSCSD erreicht einerseits durch ein besseres Komprimierungsverfahren schnellere Geschwindigkeiten und andererseits dadurch, daß es mehrere Zeitschlitze gleichzeitig nutzt.
GPRS wird bald in vielen Regionen in Deutschland Standard sein, da lediglich ein Softwareupdate dafür beim Netzbetreiber nötig ist. Zwar kann man mit dieser Technik sogar Datentransferraten von über 100 kbps erreichen, allerdings ist dies einerseits eine Laborangabe und andererseits erreicht mehr derartige Geschwindigkeiten bei GPRS nur dadurch, weil man sich die komplette Datenbandbreite in einer Funkzelle sich mit anderen teilt. Das heißt, je mehr Menschen in der örtlichen Funkzelle telefonieren, desto niedriger ist auch die Datentransferrate.
Praktisch an GPRS ist, daß man nicht mehr nach telefonierter Zeit abrechnen müsste, sondern nach übertragener Datenmenge abrechnen könnte.
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