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Infos zu SMS/EMS/MMS



Was ist eine SMS und wie funktioniert sie?

Eine SMS (Short Message Service) oder auch einfach Kurznachricht genannt wird heutzutage von so gut wie jedem Handyuser genutzt. Insbesondere Jungendliche nutzen diesen Service sehr gerne, da er im Gegensatz zu einem Gespräch oft preiswerter ist. Eine SMS besteht aus maximal 160 Zeichen und kann mit jedem Handy inzwischen versendet werden. Wird eine SMS von einem Handy aus versendet, so läuft dies so ab: Der Handyuser gibt den Text der SMS und danach die Nummer der Empfängers ein, an den die SMS gesendet werden soll. Nun verschickt das Handy die SMS an eine auf der SIM-Karte gespeicherte Nummer der SMS-Zentrale des Netzbetreibers. Die SMS-Zentrale leitet die SMS dann weiter an den Empfänger der SMS, bei welchem (normalerweise) einige Sekunden später die SMS ankommt. Dabei fällt auf, daß beim Verschicken einer SMS keine Direktverbindung zwischen zwei Handys hergestellt wird, sondern ein Vermittler (die SMS-Zentrale) zwischengeschaltet ist.

Vorteil dieser Technik ist, daß man bei jeder SMS angeben kann, wie lange diese Zwischengespeichert werden soll, wenn das Handy des SMS-Empfängers z.B. ausgeschaltet ist oder kein Netz hat. Würde eine Direktverbindung hergstellt werden, so müßte der SMS-Versender solange versuchen den Empfänger zu erreichen, bis dessen Handy wieder eingeschaltet oder im Netz eingebucht ist. Auf diese Art und Weise, nimmt die SMS-Zentrale das ständige Nachgucken, ob der Empfänger wieder erreichbar ist, dem SMS-Versender ab. Hat man die Zeit der Zwischenspeicherung (bei den meisten Handys Gültigkeit genannt) angegeben, so wird die SMS nur dann dem Empfänger zugestellt, wenn dieser innerhalb dieser Zeit sein Handy einschaltet bzw. das Handy ins Netz eingebucht ist. Es gibt sogar Codes, mit denen man noch nicht zugestellte SMS, beim SMS-Zentrum löschen kann. Dies macht z.B. bei Verkehrsinfos per SMS Sinn. Da diese meist nur für eine kurze Zeit gültig sind.

Solche SMS-Zentralen werden inzwischen nicht nur von den Netzbetreibern betrieben, sondern auch von anderen Firmen, die zusätzlich den Versand einer SMS oft deutlich preiswerter anbieten.

Eine SMS ist normalerweise eine 7-Bit Nachricht im ASCII-Code. Der 7-Bit ASCII-Code (American Standard Code for Information Interchange) kennt 127 verschiedene Zeichen - im Grunde sind dies alle Zeichen, die auf einer heutigen Computertastatur zu finden sind. Soll aber ein Klingelton oder ein Logo per SMS an ein Handy verschickt werden, so wird der 8-Bit ASCII-Code genutzt. Dadurch reduziert sich zwar die Anzahl der Zeichen pro SMS auf 140, jedoch kann man dann 255 verschiedene Zeichen in einer SMS nutzen. Die Anzahl der Zeichen des ASCII-Codes sollte man nicht mit der Anzahl an Zeichen in einer SMS verwechseln - der ASCII-Code schreibt nur vor, wie groß die Auswahl an Zeichen ist, während die SMS vorschreibt, wie viele Zeichen man insgesamt in eine SMS eingeben kann.


Texteingabehilfen

Das normale Texteingabesystem eines Handys, ist im Grunde eine Zumutung. Es basiert darauf, daß jede Taste mit mehreren Buchstaben und Zahlen belegt ist und um einen bestimmten Buchstaben zu bekommen, muß man die entsprechende Taste so oft drücken, bis der Buchstabe erscheint. Das dieses System nur sehr wenige Feinmotoriker richtig schnell beherrschen ist kein Wunder, daher wurde es Zeit neue Eingabehilfen für derart kleine Geräte, wie Handys, zu erfinden. Dabei haben sich zwei Systeme hervorgetan: Tegic T9 und Schreibschrifterkennung. Da die Schreibschrifterkennung momentan bei Handys so gut wie nicht eingesetzt wird, haben wir nachfolgend das T9 System beschrieben. Es gibt zwar auch andere System, wie z.B. iTap von Motorola, jedoch sind diese System im Grunde nur Abwandlungen von T9.

Was ist T9 (oder Tegic Text Input)?

T9 ist ein spezielles System von der Firma Tegic, um die Eingabe von Texten per Handy zu beschleunigen. Die Funktionsweise ist einfach: anstatt wie früher jede Taste so oft zu drücken, bis der gewünschte Buchstabe erscheint, drückt man jede Taste, die den gewünschten Buchstaben "enthält", nur noch einmal. Beispiel: Um das Wort "Hallo" zu schreiben, musste man früher folgende Tastenkombination drücken: 4 4 2 5 5 5 5 5 5 6 6 6 drücken. Mit T9 genügt es, wenn man einfach nur 4 2 5 5 6 drückt. Zur Technik: Während man ein Wort mit der T9-Technik schreibt, überprüft das Handy die möglichen Buchstabenkombinationen und vergleicht diese dann mit einem eingebauten Wörterbuch. Drückt man z.B. die Tasten 3, 4, 6 und 7, so schreibt man das Wort "Eins". Das Handy überprüft während der Eingabe nun die Buchstabenkombinationen: bei der Taste 3, ist es höchstwahrscheinlich der Buchstabe "E" (bzw. "e"), da die Buchstaben "D" und "F" deutlich weniger genutzt werden, als das "E". Wird jetzt die Taste 4 gedrückt, so ist die Wahrscheinlichkeit am höchsten, daß die Silbe "Ei" aus den beiden bisher gedrückten Tasten gebildet werden soll. Auf diese Art und Weise gehts jetzt einfach weiter, bis das Wort "Eins" steht. Kennt das Handy mal ein Wort nicht, so gibt man dieses auf herkömmliche Weise ein und das Handy speichert das Wort automatisch in seinem Speicher.

Tipp: Bei vielen Handys gibt es eine Taste, mit der man zwischen verschiedenen Wortmöglichkeiten umschalten kann.

Tipp: Schreibt nicht jedes Wort bis zum Ende! Oft steht das gewünschte Wort schon halb fertig geschrieben da, jetzt einfach einen Platz nach rechts gehen (für gewöhnlich mit irgendeiner Cursortaste) und den gewünschten Buchstaben anhängen. Beispiel: Ich möchte das Wort "komme" schreiben. Nachdem ich "komm" schon geschrieben habe und nun das "e" noch hinzufüge, macht das Handy aber stattdessen "könne" draus. Also breche ich nach "komm" ab, drücke meine Cursortaste einmal nach rechts und drücke nun einfach den Buchstaben "e" - und prompt schreibt das Handy nun "komme" und nicht "könne".

Tipp: Wenn Ihr zwei Wörter miteinander verknüpfen wollt, so hört nach dem ersten Wort einfach auf, geht einen nach rechts und schreibt das zweite Wort direkt an das erste. Beispiel: Dieses mal möchte ich das Wort "wiedererlangen" schreiben. Ich schreibe zuerst das Wort "wieder", gehe nun einen Platz nach rechts und schreibe nun das Wort "erlangen".


Was ist "Cell Broadcast"?

Auch Zelleninfo, Rundsendung, Gebietsinfo, Infomeldung, Zellenrundfunk oder einfach nur CB genannt, ist ein Service der im Grunde wie ein Radio funktioniert. Man aktiviert bei seinem Handy einen bestimmten CB-Kanal und erhält nun automatisch alle Text-Nachrichten die auf diesem CB-Kanal gesendet werden. Das hört sich jetzt erst mal fast wie eine SMS an. Der Unterschied liegt aber darin, daß CB-Texte nur der Netzbetreiber selber versenden kann (bzw. die Kunden, die über den Netzbetreiber CB-Nachrichten verschicken) und daß jeder die CB-Texte empfangen kann. Bezüglich des Empfangen von CB-Texten, hat der 'Netzbetreiber allerdings zwei Möglichkeiten (siehe Bild). Entweder er ermöglicht es allen Kunden seines Netzes diese CB-Nachricht zu empfangen, oder er beschränkt den CB-Nachrichten-Empfang auf bestimmte Mobilfunkzellen seines Netzes. Kurzgesagt: entweder der Netzbetreiber schickt an alle Kunden eine CB-Nachricht (siehe Bild 1.Version) oder nur an die Kunden, die gerade in der ausgewählten Mobilfunkzelle sind (siehe Bild 2. Version). Auf diese Weise kann Netzbetreiber Ortsbezogene Nachrichten an alle Handynutzer in diesem Ort (bzw. Mobilfunkzellenbereich) senden oder einfach an alle im Bundesgebiet. Außerdem hat man bei CB die Möglichkeit zwischen diversen "CB-Kanälen" zu wählen und kann sich so die Nachrichten herausfiltern die man gerne auf dem Handy lesen möchte, wie z.B. die aktuellen Tagesnachrichten, Fussball- und sonstige Sportergebnisse, Auktionsgebote usw. Einen sehr praktische Tarifoption bietet D2-Vodafone mit seinem D2-Bestcityspecial und T-D1 mit T-D1 Cit an: über einen vorher aktivierten CB-Kanal erhält man immer aktuelle Infos, wohin man gerade am preiswertesten Telefonieren kann. Ebenso macht dies auch Viag Interkom mit seinem Geniontarif: sobald man in seiner Homezone (d.h. Heimatmobilfunkzelle) ist, bemerkt dies das Handy per CB und zeigt dem Handynutzer auf dem Display sein Homezonezeichen an. Nachteil an CB ist, daß dieser nur in einem Netz funktioniert. D.h. CB im D2-Netz, kann auch nur von D2-Kunden empfangen werden und die Nachrichtenlänge von CB-Texten ist auf 93 Zeichen beschränkt. Außerdem: CB ist immer kostenlos!

Wie aktiviere ich CB an meinem Handy Meistens findet ihr das CB-Menü im Menü Einstellungen / Optionen für SMS / Kurzmitteilungen. Dort gibt es irgendwo eine Menüpunkt der sich "CB-Empfang aktivieren" oder so ähnlich heißt -> diese Menüpunkt aktivieren (zum CB ausschalten, einfach diesen Menüpunkt deaktivieren). Nun müßt ihr nur noch den oder die CB-Kanäle auswählen die ihr gerne empfangen möchtet. Dies geschieht meistens in einem Menüpunkt der sich Kanalliste, CB-Themen oder ähnlich nennt.


SMS mit mehr als 160 Zeichen

Eine SMS mit über 160 Zeichen schreiben? Klingt für die meisten eingefleischten Handyuser unmöglich - und doch es geht, wenn auch nur im übertragenden Sinne. Der GSM-Standard 2+ erlaubt es, bis zu 255 SMS mit einander zu verketten - damit wäre es theoretisch möglich, eine riesen SMS mit 38760 7-Bit Zeichen zu schreiben oder eine SMS mit 34170 8-Bit Zeichen. Problem dabei: bei über 30.000 Zeichen in einer SMS, entspricht dies etwa einem Text mit ca. 8 - 10 Seiten im DIN A4-Format und derart große Texte schreibt man mit einer richtigen Tastatur, aber nicht mit einer Handytexteingabehilfe..... Der Nokia Communicator, sowie das Nokia 3310 können inzwischen schon längere SMS verschicken, jedoch sollte man sich auch dort nicht irreführen lassen. Auch dort werden einfach 3 SMS miteinanderverkettet, einzeln abgeschickt und vom Empfängerhandy (muß Handy gleicher Bauart sein, oder zu mindest diesen Standard unterstützen) wieder zusammen geflickt. Wichtig dabei, auch wenn einige Firmen mit einer Funktion werben, mit der man über 160 Zeichen schreiben kann, so darf man nicht vergessen, daß der Netzbetreiber trotzdem dies nicht als eine SMS abrechnet, sondern nach Anzahl der benötigten verketteten SMS und das sind bei 459 Zeichen z.B. 3 SMS. Wer nun kein Handy hat, welches automatisch SMS mit über 160 Zeichen verschicken kann, der kann dies auch durch bestimmte Codes erreichen, indem man 1 - 3 SMS schreibt, wobei die ersten alle mit *LONG# beginnen müssen und die letzte SMS mit *LAST# beginnen muß. Allerdings kann es sein, daß diese Codes nicht in jedem Netz einwandfrei funktionieren.



Der momentan aktuelle Standard SMS (Short Message Service) ist inzwischen für manche Anwendungen recht dürftig. Lediglich 160 völlig unformatierte Zeichen lassen sich versenden und nur mit besonderen SMS-Gateways lassen sich erweiterte SMS-Nachrichten versenden - das schreit nach einem neuen Standard mit dem sich mehr als 160 Zeichen und auch andere Dinge wie z.B. Töne, Sprache, Grafiken etc. versenden lassen. Erster Vorreiter war Nokia mit seinem "Smart Messageing Standard" 1997, mit dem sich schon Klingeltöne, Logos und Bildnachrichten versenden ließen. Jedoch ist selbst dieser Standard langsam überfordert, wenn es darum geht, größere Logos oder Klingeltöne zu verschicken. Bis Ende 2000 gab es diesen Standard leider nur für Nokiahandys, jedoch konnte sich Nokia dann endlich durchringen, seinen Standard auch anderen Herstellern zugänglich zu machen, damit diese bei der Entwicklung weiterer Standards helfen.

EMS

An dieser Stelle kommen nun EMS und MMS ins Spiel. EMS bedeutet "Enhanced Messaging System" und ist eigentlich nur eine Zwischenstufe zur Entwicklung bzw. Nutzung der MMS (Multimedia Mesaging System). Der größte Vorteil der EMS gegenüber der SMS ist, die Möglichkeit Töne und Bilder verschicken zu können. Außerdem kann jedes Handy, welches den EMS-Standard unterstützt, diese Töne und Logos auch lesen und nicht nur spezielle Handys. Dabei wird einfach ein Sound und / oder ein Bild mit an eine SMS "angehängt" und verschickt. Das praktische dabei: EMS bleibt somit abwärtskompatibel zu SMS. D.h. schickt jemand eine EMS an jemanden, mit einem nicht EMS-fähigen Handy, so kann dieser nur die Textnachricht (SMS) lesen, während der EMS-Teil (Töne, Bilder) nicht sichtbar sind. Weiterhin ist es nun möglich auch den Text zu formatieren (fett, kursiv, unterstrichen, durchgestrichen, linksbündig, zentriert und rechtsbündig, groß und klein) und die Größe der Zeichen einer Nachricht ist ums mehrfache größer: theoretisch sind bis zu 17-fache SMS-Größe möglich (d.h. 2.720 Zeichen) - allerdings wird sich dies in der Praxis höchst wahrscheinlich eher auf ca. das 3 - 6-fache einer SMS beschränken (480 - 960 Zeichen).

EMS Kurzbeschreibung
• ca. 480 - 960 Zeichen, theor. möglich: 2.720
• Textformatierungen
• Grafiken (Größe ist abhängig vom Handy, normalerweise 32x32 Pixel, s/w)
• Animationen (bis 16x16 Pixel, s/w)
• Klingeltöne


MMS

Der nächst Schritt ist dann der MMS-Standard. Dieser beinhaltet nicht nur das Senden / Empfangen von Texten, Bildern, und Tönen, sondern funktioniert im Grunde schon wie eine eMail. D.h. man kann eigentlich alles was man möchte per MMS verschicken. Wie groß allerdings z.B. ein Video sein darf, werden sicherlich die Netzbetreiber sowie die Technik der Handys festlegen - außerdem darf man die Kosten solcher Datenübertragungen nicht vergessen: eine MMS mit einem kleinen Video bzw. Filmclip würde - gemessen am heutigen Standard - ein paar Hunderter kosten. MMS wird schon vor UMTS existieren - da Techniken wie z.B. GPRS dies schon ermöglichen.

MMS Kurzbeschreibung
• MMS = eMail (fast wie eMail: im Grunde fast alles verschickbar)
• Videos
• Sounds
• Bilder



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